catarsi
Postpalast, 28. Juni 2017
Münchener Opernfestspiele
Bayerische Staatsoper 2017

Konzept AGORA Musiktheaterkollektiv
Komposition, Arrangement, musikalische Leitung Benedikt Brachtel
Regie Benjamin David Mitarbeit Regie Anna Brunnlechner
Bühne Valentin Köhler
Kostüme Claudia Irro
Leonore Laura Tatulescu
Florestan Kristofer Lundin
Rocco Alban Lenzen

Ein Mann und eine Frau – beinahe das ideale Paar, und doch leben sie in zwei Welten. „Catarsi“ – für ihn der Ort, der ihn all seine Träume leben lässt, für sie der Ort, der ihren Mann ins Gefängnis der eigenen Imagination verbannt. Der Ort, den sie aufsuchen muss, um ihn damit zu konfrontieren. Durch ihren Mut scheint beider Begegnung möglich. Doch in welcher Welt findet sie statt? Im Realen? Im Utopischen? In konkreten Berührungen, in Worten und den im Gesang codierten Gefühlsäußerungen – oder in der Vorstellung, der Simulation davon? Die Gruppe AGORA wählt in den Festspielen nach ihren Untersuchungen in Prozessor I – III für ihre multimediale Stückentwicklung [catarsi] noch einmal Ludwig van Beethovens Oper Fidelio als Matrix, um zu untersuchen, welche Rolle die subjektive Wahrnehmung des Zuschauers im Musiktheater spielt. AGORA reagiert musikalisch, szenisch und visuell auf Beethovens utopischen Entwurf und lässt die Zuschauer im Postpalast virtuell und ganz real durch Leonores und Florestans Welten wandern.

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